Luftbefeuchtung
Das körperliche Wohlbefinden und der Allgemeinzustand hängen von vielen Faktoren ab. Von Bedeutung ist hierbei auch die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen. Insbesondere in der Heizperiode sinkt die relative Luftfeuchtigkeit ab und kann zu unterschiedlichen Reizzuständen und Beschwerden führen. Laryngektomierte und tracheotomierte Patienten, die aufgrund der veränderten Luftführung auf die Nasenatmung (Filterung, Anfeuchtung, Anwärmung der Atemluft) verzichten müssen, sind von den Folgen der zu trockenen Raumluft besonders betroffen. Die empfohlene Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Arbeitsräumen sollte demnach nie unter 50 % fallen. Moderne Technik leistet hier bei der Vermeidung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen wichtige Dienste.
Ab einem bestimmten Maß kann der Körper den Mangel an Feuchtigkeit der Atemluft nicht mehr ausgleichen. Viele physiologische Vorgänge werden auf diese Weise in ihrem Ablauf gestört:
Trockene Luft
- beeinträchtigt die Selbstreinigungsfunktion der Luftröhre. Es kommt zu verstärkter Austrocknung und Borkenbildung. Eine weitere Folge ist eine stark erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Erkrankungen der Atemwege.
- beschleunigt den Wasserverlust der oberen Hautschichten. Sie werden trocken, rauh und schuppig, neigen zu entzündlichen Rötungen. Dies ist im Tracheostomabereich ein hoher Risikofaktor, der dann einer weiteren medizinischen Versorgung bedarf.
- behindert die Sauerstoffaufnahme und dessen Transport in die Blutbahn. Abgespanntheit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche sind Symptome verminderter Sauerstoffzufuhr.
- fördert die Staubentwicklung. Unterstützt durch die Thermik an den Heizkörpern wirbelt trockene Raumluft mehr Staub durch die Räume.
Hilfsmittel zur Luftbefeuchtung leisten einen wichtigen Beitrag, das physiologisch notwendige Maß an Befeuchtung der Atemluft von Halsatmern zu erreichen und somit das Risiko von Folgeerkrankungen zu minimieren.



