Absaugung
Eine der unangenehmsten Begleiterscheinungen sowohl der Halsatmung als auch der Trachealkanülen ist die Sekretbildung, die, in der ersten Zeit nach der Operation besonders stark ausgeprägt, zur Behinderung der Atmung führt. Im Normalfall würde ein Hustenreflex das Sekret aus der Lunge in die oberen Atemwege und den Mundraum transportieren, von wo aus es durch Schlucken beseitigt werden könnte. Die Kanüle unterbricht jedoch die Verbindung nach oben, so dass sich das Sekret in der Trachealkanüle sammelt. Hier ist das Absaugen unerlässlich, um einen Sekretstau und Atemnot zu vermeiden. Auch wenn in vielen Fällen im Laufe der Zeit ein Rückgang der Sekretbildung beobachtet werden kann, sollte in bestimmten Situationen wie Erkältungskrankheiten oder bei schwachem Allgemeinzustand ein Absauggerät schnell zur Hand sein. Dies ist ein wichtiger Sicherheitsaspekt für tracheotomierte und laryngektomierte Patienten, für viele auch ein Stück Unabhängigkeit im Leben mit einem Tracheostoma.
Ein medizinischer Hinweis:
Das Absaugen sollte nur mit sterilen Absaugkathetern und sehr vorsichtig vorgenommen werden:
- Um eine Verletzung der Schleimhaut in der Luftröhre zu vermeiden, schieben Sie den Absaugkatheter bei eingeschaltetem Gerät vorsichtig und nur so weit wie nötig vor.
- Achten Sie auf eine einwandfreie Hygiene während des Absaugens, indem Sie regelmäßig den Bakterienfilter überprüfen und wechseln. Er verhindert, die Verwirbelung von Keime und Bakterien über das Gerät.



