Laryngologie
MPV Medizintechnik bietet im Fachbereich der Laryngologie eine breitgefächerte und individuelle Versorgungsmöglichkeit von tracheotomierten und laryngektomierten Patienten.
Ca. 3000 mal pro Jahr muss einem Patienten in Deutschland die Diagnose Kehlkopfkrebs mitgeteilt werden, in deren Folge der Kehlkopf aufgrund der Tumorausdehnung ganz entfernt wird. Die damit verbundene Veränderung der Anatomie - Trennung von Luft- und Speiseweg mit Anlage eines Tracheostomas - hat für den Betroffenen weitreichende Auswirkungen wie den totalen Verlust der natürlichen Stimme oder den Wegfall der Schutz- und Filterfunktion der Nase.
Weitaus häufiger erfolgt eine Tracheotomie, also die operative Eröffnung der Luftröhre. Abhängig davon, ob die Verengung der Atemwege (vom Kehlkopf aufwärts), die Notwendigkeit zur Beatmung oder eine schwere Schluckstörung länger als 2 Wochen anhält, legt man in diesen Fällen ein so genanntes plastisches Tracheostoma an. Dies gehört in allen Kliniken mittlerweile zu den Routineeingriffen.
Sowohl laryngektomierte wie auch tracheotomierte Patienten atmen demnach über diesen künstlichen Zugang zur Lunge. Schon während des Klinikaufenthaltes ergibt sich daraus die Notwendigkeit, mit spezifischen Hilfsmitteln folgende Funktionen zu erfüllen:
- Wechsel und Reinigung der Trachealkanüle
- Absaugung von Sekret aus dem Atemweg
- Ersatz der fehlenden Schutz- und Filterfunktion der Nase sowie des notwendigen Atemwiderstandes
- Inhalationstherapie als Möglichkeit zur Befeuchtung der Bronchialschleimhaut und Vermeidung von Borkenbildung
Unter dem Punkt „Produkte“ finden Sie eine große Auswahl an Medizinprodukten, die für die speziellen Anforderungen der Patienten mit Tracheostoma entwickelt wurden.Die Auswahl der geeigneten Hilfsmittel erfolgt in der Regel durch den HNO-Arzt oder durch unsere geschulten und langjährig erfahrenen Pflegekräfte und Medizinprodukteberater vor Ort.



